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Silberkammer Klassifizierung: 728.8 Große private WohngebäudekomplexeDDC-Icon Klassifizierung: 647 GroßhaushaltsführungDDC-Icon , ein Gemach, worin Silber oder silbernes Geräth verwahrt ward. An fürstlichen Höfen ein Collegium derjenigen Personen, welche zur Aufbewahrung und Reinigung des Silbergeschirres bestimmt sind, an der Spitze desselben befindet sich der Silberkämmerer, welcher die Silberdiener, Silbergehülfen, Silberschreiber, Silberwäscher oder Silberreiniger und Silberwäscherinnen unuter seiner Aufsicht hat. Alle diese Personen machen die Silberkammer aus, und arbeiten sich gegenseitig in die Hände. Denn alles Silbergeräth wird am Hose bei Festlichkeiten etc. von dem Kämmerer, Silberkämmerer, den Silberdienern und deren Gehülfen übergeben, und von den Schreibern gezäahlt und nach den Gegenständen an Löffeln, Messern, Gabeln, Tellern, Schüsseln, Leuchtern etc. etc. aufgezeichnet. Dieses Silbergeräth wird dann nach aufgehobener Tafel den Silberwäschern und Silberwäscherinnen übergeben, die es nach dem Reinigen wieder den Silberdienern einhändigen und diese liefern es dem Kämmerer ab, der es von den Schreibern löschen läßt.

Silberkämmerer Klassifizierung: 331 ArbeitsökonomieDDC-Icon Klassifizierung: 647 GroßhaushaltsführungDDC-Icon , ein Verwalter der Silberkammer, ein fürstlicher Bedienter, welcher die Aufsicht über die Silberkammer hat, s. den vorhergehenden Pfeil-IconArtikel.

Silberkämmerey, ein Kämmereyamt, welches das Silber unter sich hat; s. die vorhergehenden Pfeil-IconArtikel.

Silberkern, Papilio Libye, ein Pfeil-IconTagfalter, s. diesen Artikel.

Silberkies Klassifizierung: 549 MineralogieDDC-Icon Klassifizierung: 553.421 SilberDDC-Icon , ein Arsenikalerz, welches dem Schwefelkies gleich kommt, nur mit dem Unterschiede, daß dieser goldgelb, jener aber silberweiß aussieht, und in der Probe oft ein reiches Silber anzeiget. Diese Kiese beweisen auch, nach ihren inneren Bestandtheilen, daß sie mit der Zeit eine völlige Auszeitigung des Silbers <154, 295> erhalten können. Sie brechen in ordentlichen Gängen im weißen Quarze, halten auch ihr ordentliches Streichen und veredlen sich in der Teufe.

Silberklang Klassifizierung: 549 MineralogieDDC-Icon Klassifizierung: 800 Literatur (Belletristik) und RhetorikDDC-Icon , der dem Silber eigene reine und helle Ton; s. oben unter Pfeil-IconSilber, Pfeil-IconS. 115. In der dichterischen Schreibart ein dem Klange des Silbers ähnlicher heller und reiner Klang.

Silberklippfisch, Chaetodon argenteus, eine Art Klippfisch; s. unter Klippfisch, im Suppl.

Silberklotz, s. unter Pfeil-IconKlotz, Th. 40.

Silberklumpen Klassifizierung: 671.8 RohprodukteDDC-Icon Klassifizierung: 553.421 SilberDDC-Icon Klassifizierung: 622 Bergbau und verwandte TätigkeitenDDC-Icon , ein großes unförmliches Stück Silber.

Silberkönig Klassifizierung: 669 MetallurgieDDC-Icon , im Hüttenwerke, ein König oder Kegel (Conus), den man erhält, wenn man das Silber durch das Feuer von allen beigemischten fremden Metallen scheidet, und welcher ein reines von allen fremden Theilen befreites Silber ist. Die Silberkönige, welche aus dem Niederschlage fallen, also nach der Scheidung entstehen, müssen auf einem Teste von Asche fein gebrannt werden, und diese setzt man, wenn der Brennofen angefeuert und der Test gehörig abgewärmt ist, auf den Test, damit sie einschmelzen, und der Schwefel, welcher dabei befindlich ist, verrauche. Wenn der Schwefel fort ist, so wird etwas Bley hinzugesetzt. Sind es vorher Blick= oder Brandsilber gewesen, so darf es nur wenig Bley seyn, etwa auf die Mark 2 Loth; sind es aber beschickte Silber gewesen, so ist es besser, daß die Könige vorher probiert, und das Bley dann nach dem Gehalte zugesetzt werde, damit die Silber recht fein werden können. Diese Brandsilber werden dann granulirt und im Scheidewasser wieder geschieden. Damit nun das Silber wieder in seinen Werth gebracht werde, so muß das Plachmal reduzirt und der Schwefel mit Hülfe des Eisens davon vertrieben werden. Ist nun der Tiegel gut geblieben, so kann es mit vieler Ersparung geschehen, besonders wenn man solchen von dem Cemente <154, 296> an bis dahin im Stande behält, die Arbeit kann dann in einer Hitze fortgehen, und wenn der letzte König abgeschmolzen ist, so kann das Plachmal gleich im Feuer bleiben. Man setzt sogleich Eisen mit in den Tiegel, und wenn man anfangs 50 Mark Silber gehabt, so setzt man auf das Plachmal, welches davon geblieben, zu Anfange 3 Pfund allerhand altes Eisen, und wenn es damit eine Zeit lang geflossen, so setzt man immer Eisen nach, so lange das Plachmal noch dasselbe verzehren will. Der Schwefel ist vertrieben, wenn das Plachmal kein Eisen mehr verlangt. Man braucht auf 50 Mark ungefähr 4 1/2 Pfund Eisen; dann setzt man 2 Pfd. Glätte zu, wonach die Schlacke vom Silber sich besser löset, und wenn es dann gut geflossen, wird es in Barren gegossen, wenn es braunroth geworden umgestürzt und gebrochen, damit solches auf den Test gesetzt, und fein gebrannt werden kann. Da die Schlacken noch viel Silber enthalten, so werden sie etwas klein geschlagen, und halb so viel Glätte, als Schlacken, genommen und im Tiegel geschmolzen; wenn es dann eine Stunde im starkem Feuer helle geflossen, so wird es in einen eisernen Trog gegossen, und wenn es erkaltet, die Schlacke abgeschlagen und das Werk zum andern Silber genommen.

Silberkorn Klassifizierung: 669 MetallurgieDDC-Icon Klassifizierung: 540 Chemie und zugeordnete WissenschaftenDDC-Icon , Fr. Grain d' argent; petit calot d' argent, die kleinen Klümpchen Silber, die nach dem im Werke verrauchten und in die Kapelle gezogenen Bley, auf solcher zurückbleiben. Sie sind immer erhaben und wie eine Kugel oder ein rundes Korn gestaltet.

Silberkraut, Argentina, Gänserich, s. Pfeil-IconAnserina, Th. 2, Pfeil-IconS. 238.

Silberkreide, s. unter Pfeil-IconKreide, Th. 44.

Silberkrone Klassifizierung: 737 Numismatik und SiegelkundeDDC-Icon , eine Münze, die mit einer Krone bezeichnet ist, dergleichen in Frankreich geschlagen worden, und etwas mehr als einen Thaler galt, zum Unterschiede von einer Goldkrone.

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Silberkrystall Klassifizierung: 540 Chemie und zugeordnete WissenschaftenDDC-Icon Klassifizierung: 615 Pharmakologie und TherapeutikDDC-Icon , Silbersalpeter, salpetersaures Silber, ein in Scheidewasser oder Salpetersäure aufgelösetes, und vermittelst der Krystallisation zu Krystallen gebrachtes Silber, dessen sich die Wundärzte äußerlich als eines ätzenden Mittels oder Corrosivs bedienen; s. oben, unter Pfeil-IconSilber.

Silberkuchen Klassifizierung: 673 NichteisenmetalleDDC-Icon Klassifizierung: 671.8 RohprodukteDDC-Icon , die auf dem Herde angetriebenen und wie Kuchen gestalteten Silberblicke.

Silberlahn, s. unter Pfeil-IconLahn, Th. 59, Pfeil-IconS. 1 u. f.

Silberlasur Klassifizierung: 549 MineralogieDDC-Icon , ein mit weißen, dem Silber ähnlichen Flecken versehener Lasurstein; der daher auch von Einigen für silberhaltig gehalten wird; zum Unterschiede der Goldlasur.

Silberlebererz Klassifizierung: 549 MineralogieDDC-Icon , ein durch Schwefel und Spießglas vererztes Silber.

Silberletten Klassifizierung: 553.421 SilberDDC-Icon Klassifizierung: 549 MineralogieDDC-Icon , eine Art lehmigter, fetter und thonigter Erde, von weißer, gelber und bräunlicher Farbe, die man gemeiniglich auf dem Hangenden in Silbererzgängen findet, wo oft ein Schwarm von zwei bis drei Finger breit mit solchen Letten angefüllt ist. Bei Untersuchung in der Probe verhält es sich an Silber, nachdem die Erze darin in die metallische Exaltation getreten, und zur Zeitigung gebracht worden, ziemlich reich; daher muß derselbe nicht weggeworfen, noch auf die Halde gestürzt werden. Diese Silberlette ist nicht die Bergguhr, wie Einige dafür halten wollen, sondern wirklich eine solche generirte mineralische Lette.

Silberling Klassifizierung: 430 Germanische Sprachen; DeutschDDC-Icon Klassifizierung: 737 Numismatik und SiegelkundeDDC-Icon , eine Münze von Silber, eine Silbermünze. Es ist in dieser Bedeutung längst im Hochdeutschen veraltet; auch scheint es ehemals nicht von besonderen Arten der Silbermünzen üblich gewesen zu seyn. Es wird von Luthern in der Deutschen Bibel sehr häufig gebraucht, eine Münzsorte der älteren Juden auszudrücken, welche mit dem Seckel gleichen Werthes war, und ungefähr 12 Groschen unseres Geldes betrug. In eben diesem Verstande kommt Silberling <154, 298> schon im Tatian vor; dagegen er in andern Stellen die dreißig Silberlinge, warum Judas seinen Lehrer verrieth thrizzue Pfenningo und thrizzue Scazo nennt. Der Argenteus der alten Franken, deren acht einen Solidum aureum galten, soll, nach Adelung, eine ähnliche Silbermünze gewesen seyn.

Silberlinie Klassifizierung: 595.78 Lepidoptera (Schmetterlinge)DDC-Icon , Phalaena Aristella, ein Nachtfalter; auch die Phalaena Lecuwenhoekella führt diesen Namen.

Silberliquor, s. oben, unter Pfeil-IconSilber, Pfeil-IconS. 172.

Silberloth, s. daselbst, Pfeil-IconS. 173.

Silberlöffel Klassifizierung: 621.9 WerkzeugeDDC-Icon Klassifizierung: 669 MetallurgieDDC-Icon , ein großer langer Löffel, der im Fall der Noth, wenn z. B. der Herd unter dem Treiben ein Loch bekommt, zum Ausschöpfen des Werkes und Zumachen eines solchen Loches gebraucht wird.

Silberlöthung Klassifizierung: 671.5 Verbinden und Schneiden von MetallenDDC-Icon . Zwei Theile feines Silber und einen Theil Flittergold werden geschmolzen; jedoch muß die Masse nicht lange schmelzen, weil sonst das Messing verrauchen möchte; oder man nimmt 8 Loth Silber, 6 Loth Messing und 2 Quentchen Arsenik, schmelzt Alles zusammen und gießt es schnell aus; oder man schmelzt 4 Loth Silber, 2 Loth Flittergold und 1 Loth Arsenik, und schmelzt es geschwind. Diese Löthung ist sehr gut. Man nimmt auch 2 Loth Silber und 2 Loth Kupferlahn und wirft 2 Loth weißen Arsenik dazu, rührt Alles gut um, und gießt es sogleich aus.

Silbermann Klassifizierung: 553.421 SilberDDC-Icon Klassifizierung: 622 Bergbau und verwandte TätigkeitenDDC-Icon , silberner Mann, im Bergwerke, wenn etliche Gänge sich aneinander lehnen, edle Geschicke und Fälle aus Hangenden und Liegenden dazu stehen, wovon sich die Gänge aufthun, einen Bauch werfen, und der natürlichen Wirkung einen solchen Raum geben, daß daraus ein Stockerz wird.

Silbermännchen Klassifizierung: 594 Mollusca (Weichtiere) und Tentaculata (Kranzfühler)DDC-Icon , eine Conchylie.

Silbermeißel Klassifizierung: 621.9 WerkzeugeDDC-Icon Klassifizierung: 669 MetallurgieDDC-Icon , Silberspieß, Fr. Baton de fer, in den Schmelzhütten, ein eisernes Werkzeug, mit <154, 299> welchem der Silberblick aus dem Spor des Trübherdes gehoben wird.

Silbermanufaktur, s. Pfeil-IconGold= und Silbermanufaktur, Th. 19, Pfeil-IconS. 484 u. f.

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